StartseiteFAQSuchenAnmeldenBilderuploadLoginFacebook

Teilen | 
 

 Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?

Nach unten 
AutorNachricht
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Mi 1 Apr 2009 - 5:37

Heute wurde bei meinem Hugo unter anderem Cauda Equina diagnostiziert.

Wurde schon mal bei einer Fellnase eines Mitglieds in diesem Forum diese Diagnose gestellt
- und wenn ja, wie sah die Behandlung aus?

Vielen Dank für euer feedback.
Nach oben Nach unten
Silke
Admina
Admina
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Mi 1 Apr 2009 - 6:16

Leider kann ich Dir nicht weiterhelfen, wollt Dir aber sagen, das ich an Euch denke und fest die Daumen drücke !!!
Dein u.a. liest sich nicht gerade positiv, ich hoffe, das alles wieder in Ordnung kommt und Hugo keine Schmerzen hat !!!
Knuddel den Schatz bitte mal ganz lieb von mir !!!


in meinem Herzen........
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Mi 1 Apr 2009 - 6:46

Ich konnte einige Erfahrungen damit sammeln; unser Max litt neben vielen andern Handicaps auch an DLSS. Er wurde konservativ therapiert, auch alternative Behandlungen wie Akupunktur kamen zum Einsatz.

Hier ist eine ganze Menge zum Thema zu lesen:


http://de.wikipedia.org/wiki/Cauda-equina-Syndrom_der_Hunde

Wenn Du spezielle Fragen hast, versuche ich sie gern zu beantworten.

Viele Grüße
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Mi 1 Apr 2009 - 7:04

Also meine sind ja auch noch nicht so alt..kann dir da auch nicht weiter helfen , aber unser Peter hat ja den richtigen Link eingesetzt...DANKE ...
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Do 2 Apr 2009 - 8:01

@ all

Vielen Dank erst einmal für eure Antworten und an Peter für den link.

Hugo ist für diese Krankheit ein eher untypischer Fall (nicht groß, nicht über 20 kg, nicht so alt) und ich traue der Diagnose auch nicht unbedingt.

Zur Zeit wird er konservativ mit Metacalm behandelt (Schmerzmittel und Entzündungshemmer), aber es wird schlimmer, anstatt besser (vielleicht eine Erstverschlimmerung, aber das kenne ich eigentlich nur aus der Homöopathie).
Ich würde gern noch eine CT mit Kontrastmittel machen lassen, nur das ganz große Problem mit Hugo ist, daß er ein absoluter Angsthund ist - panisch, um es genau zu sagen.

Um gestern diese Untersuchung machen zu können, mußte ich ihm um 8 Uhr 1 1/2 Tabeltten Vetranquil (Tranquelizer) geben, um ihn schläfrig zu machen. 3 Stunden später immer noch Fehlanzeige. Ich fuhr dann mit ihm zum TA, der versuchte, ihm eine Spritze zu geben, damit er schläft, aber nach der Hälfte der Ladung hatte er die Nadel verbogen, Hugo wehrte sich mit Händen und Füßen bzw. allen Tatzen, Nachspritzen nicht möglich. Der TA meinte aber, diese Dosis würde reichen, in 5 Minuten würde er schlafen - wieder Fehlanzeige.
15 Minuten später bekam er noch einmal eine Dosis eines anderen Schlafmittels, wieder schaffte der TA nur die Hälfte der Dosis, Hugo wehrte sich wieder mit Leibeskräften, aber dann schaffte er es doch noch, Hugo den Rest zu spritzen.
Und wieder dauerte es nicht 5 Minuten, sondern noch ca. eine halbe Stunde, ehe Hugo sich endlich ergab und eindöste.

Danach bekam er noch intravenös ein Schlafmittel zugeführt und ich frage mich, was all' das mit meinem kleinen Hugo macht !
Solch eine Tortur, nur um Röntgenaufnahmen zu machen und Blut zu nehmen und dann braucht es mindestens 3 - 4 Tage, um alles wieder abzubauen.

Dieses Theater habe ich -seit Hugo's Kastration vor 2 Jahren, wo die Wunde nachträglich noch einmal geklammert werden mußte- nun bei jedem TA-Besuch. Sogar Impfen ist unmöglich. Ich bin mittlerweile ganz verzweifelt.

Ich hatte die Hoffnung, daß ein Forumsmitglied vielleicht schon Erfahrung mit diesem Krankheitsbild gemacht hat.

Trotzdem vielen Dank, ich werde weitersuchen .........
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Do 2 Apr 2009 - 8:50

Hallo Elisabeth,

da hast Du ja einen richtigen Wildfänger.... Mein Amigo hat letztens auch 2 von den Tabletten bekommen und keine Wirkung... erhöht auf 4 und er wankt ein bisserl... aber ansonsten steckt er die dinger auch weg...

Schreib mir mal die Symtome auf.. und beschreibe mal sein Verhalten. Werd dann morgen mal meinen Mann drauf ansprechen. Er hat da mehr Erfahrung.

Eins kann ich Dir nur sagen: Die meisten Tierärzte kommen mit Goldimplantaten an. Laut unserer Tierärztin ist das Blödsinn und Geldmacherei....

Wegen den Schmerzen: Wie siehts mit Rimadyl aus (Kautabletten... fressen meine wie Leckerchen).

Knuddel mal den "Kleinen" von mir und Kopf hoch!

Lieben Gruß Nicole
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Do 2 Apr 2009 - 12:25

ekbrand schrieb:
Ich hatte die Hoffnung, daß ein Forumsmitglied vielleicht schon Erfahrung mit diesem Krankheitsbild gemacht hat.
Trotzdem vielen Dank, ich werde weitersuchen .........

Hallo Elisabeth,

ich hatte geschrieben, daß unser Max unter anderem an degenerativer lumbosakraler Stenose (DLSS) litt, und dies ist genau die Erkrankung, die mitunter auch als "Cauda-equina-Syndrom" bezeichnet wird (siehe den Artikel in "Wikipedia"). So ganz verstehe ich den oben zitierten Satz nicht...

Zur vermutlichen Krankheitsentstehung bei Max: Er fristete ein viereinhalb Jahre andauerndes Dasein auf einer Betonplatte, angekettet an einer 1,2m langen Kette, ohne Unterstand oder Hütte, im Sommer wie im Winter ungeschützt im Freien. Er bekam buchstäblich nur Dreck zum Fressen, dafür häufig Tritte - einfach so im Vorübergehen. Eine zertrümmerte Hüfte, die nicht mehr richtig zusammenwuchs, sowie chronische Bandscheibenvorfälle führten zu degenerativen Veränderungen (einer Stenose) des Wirbelkanals zwischen dem letzten Lendenwirbel und dem ersten Kreuzwirbel. Dazu kamen starke Arthrosen und eine Schädigung der Kreuzbein-Wirbelendplatte.

Die Lähmungserscheinungen bei Max hielten sich in Grenzen, die Möglichkeit einer Operation (im Fall von Max einer Laminektomie) verwarfen wir wegen des sehr komplexen Gesamt-Krankheitsbildes von Max. Stattdessen entschlossen wir uns zu einer konservativen Langzeit-Therapie mit Endzündungshemmern und Glucocorticoiden, einer genauen Bewegungskontrolle, einer sehr sorgfältigen Gewichtskontrolle zwecks Vermeidung von eventuellem Übergewicht, Tierkrankengymnastik, Schmerzbekämpfung zuerst durch Rimadyl, später wegen der alternativen Wirkstoff-Freisetzung durch Zubrin, begleitet durch viele Akupunktursitzungen.

Eine genaue Diagnostik ist die Voraussetzung für eine folgerichtige Therapie. Die einzig sicheren Wege zu dieser genauen Diagnostik führen nach meiner Überzeugung über die Computertomografie und die Magnetresonanztomografie. Dies ist teuer, aber eindeutig. Und dies ist eine Grund-Voraussetzung für die Planung eines eventuellen operativen Eingriffs, der sich nach dem zugrunde liegenden Prozess richtet - Ziel ist es, den Druck auf die Cauda equina zu vermindern oder zu beseitigen. Die Nervenfasern der Cauda equina haben im Gegensatz zu denen im Rückenmark ein gewisses Regenerationsvermögen, daher sehe ich - eine gute Diagnostik vorausgesetzt - eine günstige Prognose.

Über Details und den langen, sehr komplexen Krankheitsverlauf bei Max könnte ich hier mühelos Bücher schreiben - dies würde erfahrungsgemäß nur kaum jemand lesen. Ich hatte Dir angeboten, gern zu antworten, wenn Du spezielle Fragen hast. Wenn Du stattdessen lieber weitersuchen möchtest - ich wünsche Dir viel Erfolg.

Noch folgende Anmerkung: Auch Max war ein für DLSS eher untypischer Hund, bei einem Gewicht von 11 kg, er kam im tatsächlichen Alter von ca. 6 Jahren zu uns. (Ich gestehe, wir verfälschten und verminderten sein tatsächliches Alter dauerhaft und überall um anderthalb Jahre, um ihn nach seiner Ankunft bei uns in einer Tier-Krankenversicherung unterzubekommen...)

Über die Verhaltensweisen von Hugo bei Tierärzten kann ich nichts beitragen, Max war (nicht nur in Tierarztpraxen) sehr duldsam, Hauptsache: Ich war immer dabei. Vielleicht können andere User hier im Forum mehr über tranquilizerresistente Angsthunde und geeignete Verhaltensweisen im Tierarzt-Behandlungszimmer schreiben. Vielleicht liegt hier auch Dein momentanes Haupt-Problem - Du hast weitaus detaillierter über Hugos Verhaltensweisen im Zusammenhang mit Tierarzt-Besuchen geschrieben, als über seine (mögliche) DLSS. Dies fiel mir jedenfalls auf. Wie sich diese (mögliche) DLSS bei Hugo bemerkbar macht - davon habe ich noch nichts gelesen.

Wir wünschen Dir jedenfalls viel Erfolg und Hugo gute Besserung.

Viele Grüße
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Do 2 Apr 2009 - 23:18

Hallöchen!

Ich muß Peter schon zustimmen, daß Du über das Problem "Tierarztbesuch" mehr berichtet hast. Die Frage warum Dein Hund so beim Tierarzt reagiert, tja schweres Kapitel. 1. Hat er schon "schlechte" Erfahrungen gemacht?? 2. Wie reagiert der Tierarzt auf den Hund? Unsere Tierärztin z.b. begrüßt erst mal die Hunde, streichelt und schmust mit ihnen, versucht Leckerchen zu geben (die nehmen unsere allerdings erst wenn wir es erlauben) und dann bemüht sie sich richtig um den Hund und spricht beruhigend mit ihm. Ich kannte einen Tierarzt, der von vornherein schon Angst hatte. Ich ging mit einem ChowChow von einer Bekannten dort hin. Das erste war: Machen sie dem einem Maulkorb an sonst pack ich ihn nicht an. Der Hund hat auf diesen Arzt natürlich dementsprechend reagiert. 3. Wie verhälst Du Dich beim Arztbesuch? Bist Du schon vorher nervös, angespannt, ängstlich (oh Gott was passiert jetzt?, oh Gott welche Diagnose kommt?). Deine Anspannung kann sich auf den Hund übertragen.

Amigo hat von uns nur die Tabletten bekommen, weil er eine Verletzung am Ohr hatte, die wir behandeln mußten und dafür mußte er etwas "dämmern".

Ansonsten sind Tierarztbesuch kein Problem. Sie gehen schon schwanzwedelnd Richtung Praxis. Allerdings ist es bei uns auch so wie bei Peter: Wir müssen dabei sein und dann ist alles gut bei den Hundeseelchen.

Steck den Kopf nicht in den Sand! Beschreibe mal genau was bei Deinem Süßen los ist.

Lieben Gruß Nicole
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Sa 4 Apr 2009 - 4:21

@ all zunächst einmal die Neuigkeiten von gestern Abend:

Hugo hat nicht Cauda Equina sondern sterile Meningitis (so wie ich den TA verstanden habe, eine Hirnhautentzündung, die nicht unmittelbar durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird. Manchmal werden Hirnhautentzündungen auch durch physikalische Einwirkungen (z.B. starke Sonneneinstrahlung) ausgelöst. Vielleicht aber auch durch eine andere "Grundkrankheit", die auch die Hirnhäute angreifen kann,z.B. Borreliose. Auch Vergiftungen kommen in manchen Fällen als Ursache in Frage.
Verlauf und Therapie der Krankheit kann man daher nicht so genau abschätzen, es kommt darauf an, welche genaue Ursache die Erkrankung hat. Wenn man überhaupt eine Ursache finden kann, was manchmal nicht leicht bzw. nicht möglich ist).

aber jetzt nacheinander:

Hallo Peter,
sorry, ich hatte in deinem ersten post gelesen
Zitat :
Ich konnte einige Erfahrungen damit sammeln; unser Max litt neben vielen andern Handicaps auch an DLSS
und wußte nicht, daß das Cauda Equina ist, so wie in deinem zweiten post geschrieben
Zitat :
dies ist genau die Erkrankung, die mitunter auch als "Cauda-equina-Syndrom" bezeichnet wird

Vielleicht habe ich auch nur zu schnell gelesen und meine Aufmerksamkeit war abgelenkt. Auf jeden Fall danke ich dir für deine ausführliche Beschreibung darüber - war nicht bös gemeint.


Ich möchte hier noch den Krankheitsverlauf so gut ich kann beschreiben.

Letzten Samstag bemerkte ich, daß Hugo beim Spaziergang nicht mehr so mit Heiner herumtobte und auch nicht mehr ins Auto hinein bzw. heraus springen wollte. Er hatte sich eine Woche zuvor den Ballen etwas abgeschabt und schonte ein Hinterbeinchen deswegen etwas, aber sonst war er normal.
Am Sonntag schien es sich gebessert zu haben und er sprang ins Auto, aber beim Spaziergang blieb er wieder recht nah bei mir und danach mußte ich ihn ins Auto heben, wobei er etwas fiepte.
Zu Hause angekommen sprang er aus dem Auto, ehe ich ihn herausheben konnte und als er landete, knickten die Hinterbeine weg und er landete auf dem Po.
Er stand zwar wieder auf, jedoch war sein Gang sehr wackelig (nur die Hinterbeine) aber er marschierte wackelnd ins Haus.
Im Haus war er dann nicht mehr sehr bewegungsfreudig, sprich er lief nicht, wie üblich immer mit Heiner und Viti hinter mir her, sondern blieb in seinem Körbchen.
Abends ging er noch mit den beiden anderen in den Garten, aber auch sehr wackelig.

Am Montag schien es erst ein wenig besser (nachdem er sich etwas eingelaufen hatte), aber dann fing er an, ein Hinterbeinchen nachzuziehen. Ich rief beim TA an, um einen Termin zu machen und um nachzufragen, welche Tabletten ich ihm alternativ vorher geben könnte, da die Vetranqil vor der letzten Behandlung nicht gut angeschlagen hatten. Zudem stellte ich ihm dem TA am Montag noch vor, dieser konnte ihn jedoch nicht behandeln, da er bei jeder Berührung fiepte bzw. jetzt schon schrie. Der TA schickte mich mit Rimadyl und der Diagnose Halswirbelsäulensyndrom nach Hause.

Am Dienstag rief ich wieder an, weil es Hugo schlechter ging und er jetzt anfing, sehr wackelig zu laufen, und beide Beine nicht mehr richtig unter Kontrolle hatte. Daraufhin bekam ich am Dienstag Tabletten (wieder Vetranquil), damit ich ihn für den Mittwoch Morgen vorbereiten konnte.

Den Verlauf vom Mittwoch habe ich ja in meinem post vom 2. April geschildert.

Den ganzen Mittwoch war er natürlich benebelt, ich durfte ihn erst abends abholen und auch da schien er die Narkose noch nicht verdaut zu haben, denn er lief zunehmend schlechter, bzw. er fiel immer um. Trotz der Medikamente, die der TA mir mitgegeben hatte (Metacalm), hatte er große Schmerzen. Donnerstag Nacht bewegte er sich kaum und am Freitag morgen waren seine Hinterbeinchen gelähmt!

Ich habe sofort meinen TA angerufen, der nannte mir eine Spezialklinik mit MRT, bei der ich sofort anrief und auch einen Notfall-Termin bekam. Glücklicherweise lag er ja in seiner Box, sonst hätte ich ihn gar nicht ins Auto bekommen, denn allein das Berühren verursachte ihm mittlerweile solche Schmerzen, daß er nur noch schrie.
Vorher gab ich ihm noch einmal 1 1/2 Tabl. Vetranquil zur Beruhigung, damit er den TA-Termin überstehen würde.

Ich fuhr in Windeseile die 150 km von Feuchtwangen nach Bad Kissingen und dort angekommen, war ich ganz verblüfft, daß der Leiter/Inhaber dieser Fachklinik, Dr. Grappendorf, Hugo ruck zuck aus der Box hatte, ihm einen Venen-Katheter legte und Hugo schon nach 10 Sekunden schlief. Ich konnte es nicht glauben, daß das so reibungslos funktionierte, nach all dem Theater, das ich am Mittwoch bei meinem TA erlebt hatte.
Ich fragte ihn nach seinem Erfolgsrezept bei solchen Angsthunden und er meinte, zum einen habe Hugo natürlich in den letzten Tagen auch in punkto Beruhigungsmitteln und Narkose einiges mitgemacht, so daß er vielleicht einfach zum müde und erschöpft zum kämpfen sei, zum anderen nach dem Motto: "In der Ruhe liegt die Kraft und in der Schnelligkeit der Erfolg". Man soll den Hunden keine Zeit geben, Panikgefühle aufzubauen - ja länger man versucht, zu beschwichtigen, desto schlimmer wird es.

Es wurden dann bei Hugo zwei MRT gemacht, zusätzlich noch eine Sequenz mit Kontrastmittel, mit der Ergebnis, daß Hugo's Wirbelsäule völlig in Odnung ist, auch keinerlei Hinweis auf Cauda Equina.
Aufgrund meiner Schilderung des Krankheitsverlaufs keimte in ihm ein Verdacht, und er ließ Hugo dann für eine Liquorpunktion vorbereiten. Das Gehirnwasser wurde am Hinterkopf abgezogen und sofort zum Labor gebracht und das Untersuchungsergebnis bestätigte seinen Verdacht auf sterile Meningitis. Noch während Hugo in Narkose lag, wurde ihm eine erste, sehr hohe Dosis Kortison verabreicht (wenn mich nicht alles täuscht, war es Prednisolon).

Hugo mußte zur Behandlung und Beobachtung in der Klinik bleiben, morgens und abends rufe ich an, um den Verlauf zu erfahren.
Nachdem die Hinterbeinchen am Freitag morgen ja völlig gelähmt waren, konnte er sie heute morgen schon wieder bewegen und sogar aufstehen. Heute Nachmittag war er schon im Garten und hat einige wacklige Schritte gemacht. Nach der Initialdosis Kortison noch während der Narkose bekommt er nun jeweils 10 mg morgens und 10 mg abends. Diese Dosis noch ca. 3 - 4 Tage, danach soll versucht werden, die Dosis ganz langsam herunterzufahren. Dieser Prozeß kann noch Wochen dauern.

Dr. Grappendorf wird mich morgens und abends auf dem laufenden halten, wenn alles gut läuft, darf ich ihn vielleicht schon am Montag nach Hause holen.

Ich werde natürlich -nachdem ich Hugo nach Hause geholt und mit Dr. Grappendorf ausführlich gesprochen habe - noch einmal Mitteilung über den weiteren Verlauf machen, in der Hoffnung, daß es vielleicht einmal einem anderen Forumsmitglied nützlich sein kann.
Es würde mich auch freuen, wenn jemand, der diese Krankheit kennt, mir sagen könnte, wie eine evtl. Therapie bei der eigenen Fellnase ausgesehen hat bzw. was man sonst noch tun kann.


@ Schnuckeline:Hugo kam aus einer Tötung in Ungarn zu mir, er war schon immer sehr ängstlich, traurig und sehr sensibel. Wie man mir sagte, wurden Hugo und sein kleinerer Bruder Heiner auf Fuchs und Dachs angesetzt und haben auch lt. Aussage TA sehr viele Narben -wahrscheinlich von Bißverletzungen-. Weiterhin ist bekannt, daß viele "Jäger" in Ungarn ihre Tiere bei Verletzungen -wenn überhaupt- gleich auf der Ladefläche ihrer Wagen "verarzten" -ohne Betäubung- .
Hugo und Heiner saßen beide in dieser Tötung (ich habe sie selbst dort herausgeholt), Heiner wahrscheinlich deshalb, weil er eine solch schwere Verletzung hatte, die unfachmännisch genäht war und deshalb aus vielen Löchern um die Wunde herum eiterte und Hugo wahrscheinlich deshalb, weil er nicht mehr für die Jagd zu gebrauchen war, weil er bei jedem Geräusch und jeder schnellen Bewegung panisch reagierte.
Ich denke nicht, daß Hugo noch irgendwann einmal so viel Vertrauen aufbauen kann, daß ich problemlos mit ihm zu einem TA gehen kann - allein der Geruch läßt ihn schon zurückschrecken.

Du hast sicher recht, wenn du sagst, daß sich die eigene Angst auf die Hunde übertragen kann, und ich bin jedesmal sehr angespannt, wenn ich mit meinen drei Mäusen den TA aufsuche. Weniger bei Viti und Heiner, aber sehr bei Hugo.
Sehr sensibel finde ich unseren TA jetzt auch nicht und ich werde zumindest mit Hugo dort nicht mehr hingehen. Leider ist der TA in Bad Kissingen zu weit entfernt für regelmäßige Besuche, sonst wäre das definitiv mein neuer TA für alle Hunde.


Zuletzt von ekbrand am Mo 3 Aug 2009 - 11:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Jörg
MITGLIED
MITGLIED



BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   Sa 4 Apr 2009 - 22:37

Weitere Beiträge zu Hugos Diagnose "sterile Meningitis" findet Ihr hier :

http://secondhand-hunde.forumieren.de/krankheiten-f33/sterile-meningitis-t1613.htm#15039


"Ein Zentimeter Hund ist mir lieber,als ein Kilometer Stammbaum." -Dana Burnett
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?   

Nach oben Nach unten
 
Cauda Equina - welches Frauchen/Herrchen kennt sich aus?
Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Secondhand-Hunde :: Rund um den Secondhand Hund :: Rund um den Secondhand-Hund :: Erkrankungen-
Gehe zu:  
Forumieren.de | Tiere | Hunde | © phpBB | Kostenloses Hilfe-Forum | Kontakt | Einen Missbrauch melden | Blogieren.com