StartseiteFAQSuchenAnmeldenBilderuploadLoginFacebook

Teilen | 
 

 sterile Meningitis

Nach unten 
AutorNachricht
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 6:00

@ Romy und Jörg:ich weiß nicht, ob man mein Thema "Cauda Equina" mit hier einfügen und den Originalbeitrag löschen, oder beide Themen einzeln belassen soll?

@ all
zunächst einmal die Neuigkeiten von gestern Abend:

Hugo hat nicht Cauda Equina sondern sterile Meningitis (so wie ich den TA verstanden habe, eine Hirnhautentzündung, die nicht unmittelbar durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird. Manchmal werden Hirnhautentzündungen auch durch physikalische Einwirkungen (z.B. starke Sonneneinstrahlung) ausgelöst. Vielleicht aber auch durch eine andere "Grundkrankheit", die auch die Hirnhäute angreifen kann,z.B. Borreliose. Auch Vergiftungen kommen in manchen Fällen als Ursache in Frage.
Verlauf und Therapie der Krankheit kann man daher nicht so genau abschätzen, es kommt darauf an, welche genaue Ursache die Erkrankung hat. Wenn man überhaupt eine Ursache finden kann, was manchmal nicht leicht bzw. nicht möglich ist).

aber jetzt nacheinander:

Hallo Peter,
sorry, ich hatte in deinem ersten post gelesen
Zitat:
"Ich konnte einige Erfahrungen damit sammeln; unser Max litt neben vielen andern Handicaps auch an DLSS"
und wußte nicht, daß das Cauda Equina ist, so wie in deinem zweiten post geschrieben
Zitat:
"dies ist genau die Erkrankung, die mitunter auch als "Cauda-equina-Syndrom" bezeichnet wird"

Vielleicht habe ich auch nur zu schnell gelesen und meine Aufmerksamkeit war abgelenkt. Auf jeden Fall danke ich dir für deine ausführliche Beschreibung darüber - war nicht bös gemeint.


Ich möchte hier noch den Krankheitsverlauf so gut ich kann beschreiben.

Letzten Samstag bemerkte ich, daß Hugo beim Spaziergang nicht mehr so mit Heiner herumtobte und auch nicht mehr ins Auto hinein bzw. heraus springen wollte. Er hatte sich eine Woche zuvor den Ballen etwas abgeschabt und schonte ein Hinterbeinchen deswegen etwas, aber sonst war er normal.
Am Sonntag schien es sich gebessert zu haben und er sprang ins Auto, aber beim Spaziergang blieb er wieder recht nah bei mir und danach mußte ich ihn ins Auto heben, wobei er etwas fiepte.
Zu Hause angekommen sprang er aus dem Auto, ehe ich ihn herausheben konnte und als er landete, knickten die Hinterbeine weg und er landete auf dem Po.
Er stand zwar wieder auf, jedoch war sein Gang sehr wackelig (nur die Hinterbeine) aber er marschierte wackelnd ins Haus.
Im Haus war er dann nicht mehr sehr bewegungsfreudig, sprich er lief nicht, wie üblich immer mit Heiner und Viti hinter mir her, sondern blieb in seinem Körbchen.
Abends ging er noch mit den beiden anderen in den Garten, aber auch sehr wackelig.

Am Montag schien es erst ein wenig besser (nachdem er sich etwas eingelaufen hatte), aber dann fing er an, ein Hinterbeinchen nachzuziehen. Ich rief beim TA an, um einen Termin zu machen und um nachzufragen, welche Tabletten ich ihm alternativ vorher geben könnte, da die Vetranqil vor der letzten Behandlung nicht gut angeschlagen hatten. Zudem stellte ich ihm dem TA am Montag noch vor, dieser konnte ihn jedoch nicht behandeln, da er bei jeder Berührung fiepte bzw. jetzt schon schrie. Der TA schickte mich mit Rimadyl und der Diagnose Halswirbelsäulensyndrom nach Hause.

Am Dienstag rief ich wieder an, weil es Hugo schlechter ging und er jetzt anfing, sehr wackelig zu laufen, und beide Beine nicht mehr richtig unter Kontrolle hatte. Daraufhin bekam ich am Dienstag Tabletten (wieder Vetranquil), damit ich ihn für den Mittwoch Morgen vorbereiten konnte.

Den Verlauf vom Mittwoch habe ich ja in meinem post vom 2. April im Beitrag "Cauda Equina"geschildert.

Den ganzen Mittwoch war er natürlich benebelt, ich durfte ihn erst abends abholen und auch da schien er die Narkose noch nicht verdaut zu haben, denn er lief zunehmend schlechter, bzw. er fiel immer um. Trotz der Medikamente, die der TA mir mitgegeben hatte (Metacalm), hatte er große Schmerzen. Donnerstag Nacht bewegte er sich kaum und am Freitag morgen waren seine Hinterbeinchen gelähmt!

Ich habe sofort meinen TA angerufen, der nannte mir eine Spezialklinik mit MRT, bei der ich sofort anrief und auch einen Notfall-Termin bekam. Glücklicherweise lag er ja in seiner Box, sonst hätte ich ihn gar nicht ins Auto bekommen, denn allein das Berühren verursachte ihm mittlerweile solche Schmerzen, daß er nur noch schrie.
Vorher gab ich ihm noch einmal 1 1/2 Tabl. Vetranquil zur Beruhigung, damit er den TA-Termin überstehen würde.

Ich fuhr in Windeseile die 150 km von Feuchtwangen nach Bad Kissingen und dort angekommen, war ich ganz verblüfft, daß der Leiter/Inhaber dieser Fachklinik, Dr. Grappendorf, Hugo ruck zuck aus der Box hatte, ihm einen Venen-Katheter legte und Hugo schon nach 10 Sekunden schlief. Ich konnte es nicht glauben, daß das so reibungslos funktionierte, nach all dem Theater, das ich am Mittwoch bei meinem TA erlebt hatte.
Ich fragte ihn nach seinem Erfolgsrezept bei solchen Angsthunden und er meinte, zum einen habe Hugo natürlich in den letzten Tagen auch in punkto Beruhigungsmitteln und Narkose einiges mitgemacht, so daß er vielleicht einfach zum müde und erschöpft zum kämpfen sei, zum anderen nach dem Motto: "In der Ruhe liegt die Kraft und in der Schnelligkeit der Erfolg". Man soll den Hunden keine Zeit geben, Panikgefühle aufzubauen - ja länger man versucht, zu beschwichtigen, desto schlimmer wird es.

Es wurden dann bei Hugo zwei MRT gemacht, zusätzlich noch eine Frequenz mit Kontrastmittel, mit der Ergebnis, daß Hugo's Wirbelsäule völlig in Odnung ist, auch keinerlei Hinweis auf Cauda Equina.
Aufgrund meiner Schilderung des Krankheitsverlaufs keimte in ihm ein Verdacht, und er ließ Hugo dann für eine Liquorpunktion vorbereiten. Das Gehirnwasser wurde am Hinterkopf abgezogen und sofort zum Labor gebracht und das Untersuchungsergebnis bestätigte seinen Verdacht auf sterile Meningitis. Noch während Hugo in Narkose lag, wurde ihm eine erste, sehr hohe Dosis Kortison verabreicht (wenn mich nicht alles täuscht, war es Prednisolon).

Hugo mußte zur Behandlung und Beobachtung in der Klinik bleiben, morgens und abends rufe ich an, um den Verlauf zu erfahren.
Nachdem die Hinterbeinchen am Freitag morgen ja völlig gelähmt waren, konnte er sie heute morgen schon wieder bewegen und sogar aufstehen. Heute Nachmittag war er schon im Garten und hat einige wacklige Schritte gemacht. Nach der Initialdosis Kortison noch während der Narkose bekommt er nun jeweils 10 mg morgens und 10 mg abends. Diese Dosis noch ca. 3 - 4 Tage, danach soll versucht werden, die Dosis ganz langsam herunterzufahren. Dieser Prozeß kann noch Wochen dauern.

Dr. Grappendorf wird mich morgens und abends auf dem laufenden halten, wenn alles gut läuft, darf ich ihn vielleicht schon am Montag nach Hause holen.

Ich werde natürlich -nachdem ich Hugo nach Hause geholt und mit Dr. Grappendorf ausführlich gesprochen habe - noch einmal Mitteilung über den weiteren Verlauf machen, in der Hoffnung, daß es vielleicht einmal einem anderen Forumsmitglied nützlich sein kann.
Es würde mich auch freuen, wenn jemand, der diese Krankheit kennt, mir sagen könnte, wie eine evtl. Therapie bei der eigenen Fellnase ausgesehen hat bzw. was man sonst noch tun kann.


@ Schnuckeline:Hugo kam aus einer Tötung in Ungarn zu mir, er war schon immer sehr ängstlich, traurig und sehr sensibel. Wie man mir sagte, wurden Hugo und sein kleinerer Bruder Heiner auf Fuchs und Dachs angesetzt und haben auch lt. Aussage TA sehr viele Narben -wahrscheinlich von Bißverletzungen-. Weiterhin ist bekannt, daß viele "Jäger" in Ungarn ihre Tiere bei Verletzungen -wenn überhaupt- gleich auf der Ladefläche ihrer Wagen "verarzten" -ohne Betäubung- .
Hugo und Heiner saßen beide in dieser Tötung (ich habe sie selbst dort herausgeholt), Heiner wahrscheinlich deshalb, weil er eine solch schwere Verletzung hatte, die unfachmännisch genäht war und deshalb aus vielen Löchern um die Wunde herum eiterte und Hugo wahrscheinlich deshalb, weil er nicht mehr für die Jagd zu gebrauchen war, weil er bei jedem Geräusch und jeder schnellen Bewegung panisch reagierte.
Ich denke nicht, daß Hugo noch irgendwann einmal so viel Vertrauen aufbauen kann, daß ich problemlos mit ihm zu einem TA gehen kann - allein der Geruch läßt ihn schon zurückschrecken.

Du hast sicher recht, wenn du sagst, daß sich die eigene Angst auf die Hunde übertragen kann, und ich bin jedesmal sehr angespannt, wenn ich mit meinen drei Mäusen den TA aufsuche. Weniger bei Viti und Heiner, aber sehr bei Hugo.
Sehr sensibel finde ich unseren TA jetzt auch nicht und ich werde zumindest mit Hugo dort nicht mehr hingehen. Leider ist der TA in Bad Kissingen zu weit entfernt für regelmäßige Besuche, sonst wäre das definitiv mein neuer TA für alle Hunde.
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 7:42

Liebe Elisabeth,

ich drücke Dir die Daumen meine dicken Zehen und überhaupt alles, daß Hugo wieder auf die Beine kommt!

Das Hugo aus einer Tötungsstation kam, wußte ich nicht. Da ich lange Zeit nicht hier war, habe ich nicht alles mitbekommen. Wenn ich alle Berichte, die in meiner Abwesen- heit geschrieben wurden, gelesen hätte, wäre ich wohl immer noch am lesen.

Ich hoffe Du findest einen liebevollen Tierarzt für Deine Lieben! Und Hugo wird dank Deiner Liebe wieder fit und wird das Vertrauen wieder finden. Da bin ich mir sicher!

Lieben Gruß Nicole
Nach oben Nach unten
pepito
MITGLIED
MITGLIED
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 7:51

Hallo Elisabeth,
weder mit Cauda Equina ,noch mit einer Meningitis habe ich Erfahrung.Daher kann ich leider keine Tipps geben.
Aber ich wünsche von ganzem Herzen,dass Krummbeinchen Hugo ganz schnell wieder gesund wird.
Hier sind alle Daumen und Pfoten gedrückt. 176
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 7:58

...ich kann mich da nur anschließen...wünsche euch auch alles Gute und vieleicht ist ja doch noch jemand da ...der etwas weiß...

Daumen und Pfötchen sind gedrückt...
Nach oben Nach unten
chayenne8
MITGLIED
MITGLIED
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 9:23

Zitat :
Zudem stellte ich ihm dem TA am Montag noch vor, dieser konnte ihn jedoch nicht behandeln, da er bei jeder Berührung fiepte bzw. jetzt schon schrie. Der TA schickte mich mit Rimadyl und der Diagnose Halswirbelsäulensyndrom nach Hause.
......bei solch einer Aussage, würde mein Misstrauen schon.....bis in den Himmel wachsen !!
Hmmmmm.... 883 wie kann es sein, dass der TA ihn nicht behandeln kann
aber solch eine schlimme Aussage tätigt......??

Du hattest mir mal geschrieben, dass es genau der selbe TA war,
der ihn kastriert hat und Hugo erst danach mit seinen Panikattacken anfing.......
ohne ihn.....den TA......jetzt zu kennen........würde ich dir ganz schnell dazu raten......mit Hugo,
nicht mehr zu "ihm" zu gehen !!!!

In der Klinik ließ sich Hugo behandeln.........und das Wichtigste........es gab ein
konkretes Ergebnis !!!
Ich würde mir für die Zukunft, wirklich überlegen, ob ich dann doch lieber diese 150 Km in Kauf nehme !!

Zitat :
Dr. Grappendorf wird mich morgens und abends auf dem laufenden halten, wenn alles gut läuft, darf ich ihn vielleicht schon am Montag nach Hause holen.
Was sagt Dir denn Dein gefühl......zu diesem neuen TA.........???
Es hat alles reibungslos geklappt.......es hört sich in Deinem Bericht sehr positiv an.....was die Klinik angeht......

Ooooch mensch Elisabeth, ich drücke ganz fest die Däum'chen, dass Hugo
schon bald wieder fit ist !!!
478 888 478 888 478 ich schicke Euch ganz liebe Gedanken
und für Dich.....viel Kraft........mache das, was Dein Gefühl Dir sagt !!!

880 fühl Dich jetzt mal lieb gedrückt von mir..........ihr schafft das !!!!! 180
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 11:44

Tja, nu isse da: Die neue Diagnose. Die erste Diagnose war für mich nicht richtig überzeugend, daher schrieb ich von "(möglicher) DLSS". Ein anderer Arzt, ein neuer Weg, und nun wird es für Hugo wieder aufwärts gehen.

Zitat :
"In der Ruhe liegt die Kraft und in der Schnelligkeit der Erfolg". Man soll den Hunden keine Zeit geben, Panikgefühle aufzubauen - ja länger man versucht, zu beschwichtigen, desto schlimmer wird es.

Diese Aussage imponiert mir sehr, und sie wird von der Wirklichkeit immer wieder bestätigt. Es wäre sehr spannend, weitere Besuche von Hugo bei diesem Tierarzt zu beobachten...

Zum Thema: Vor längerer Zeit bekamen wir Wind davon, daß ein Scharmbecker Jägersmann einen seiner Jagdhunde im Wald "entsorgen" wollte. Dies konnten wir verhindern und den kranken Hund einer Behandlung zuführen. Die Diagnose lautete: "Akute steril-eitrige Meningitis".

Die Erkrankung manifestierte sich innerhalb von wenigen Tagen. Der Hund fiel durch ein reduziertes Allgemeinbefinden auf und zeigte eine eigentümliche Haltung: Kopf und Hals wurden gerade oder leicht gebeugt nach vorne unten gestreckt und kaum bewegt, der Körper wurde steif gehalten, was besonders bei Drehungen des Tieres auffiel. Die Extremitäten wurden entweder geringgradig spastisch gestreckt, oder das Tier nahm eine mehr gebückte Haltung bei leicht aufgekrümmtem Rücken ein. Bewegungen wurden nach Möglichkeit vermieden oder sehr vorsichtig und langsam ausgeführt. Der Hund hatte gering erhöhte Körpertemperatur und eine Leukozytose mit Linksverschiebung. Es folgten Anzeichen einer schlaffen Lähmung an Hintergliedmaßen und Schwanz, sowie fehlende spinale Reflexe.

Die Therapie mit 10 mg/kg KM Prednisolon (2 mal täglich), ausschleichend über 3 Tage auf 5 mg/kg KM (2 mal täglich) und ab der zweiten Woche auf 1,5 mg/kg KM (2 mal täglich) reduziert, führte zu weitgehender Besserung. Die Antibiose wurde auf 25 mg/kg KM Ampicillin (2 mal täglich) eingestellt, um den immunsuppressiven Effekt der Kortisondauerbehandlung zu kompensieren. Eine daraufhin folgende bakterielle Kontrolluntersuchung verlief negativ. Daraufhin wurde die Prednisolondosis im Laufe einer Woche auf 0,8 mg/kg KM (2 mal täglich) vermindert. Da der Hund nunmehr klinisch gesund erschien und die Liquorzellzahl im physiologischen Bereich lag, wurde die Prednisolondosis auf 0,5 mg/kg KM (2 mal täglich) über 5 Tage reduziert. Für den 6. Tag wurde vom Tierarzt eine weitere Verringerung der Menge auf 0,25 mg/kg KM (2 mal täglich) vereinbart, die wir über 14 Tage verabreichten. Am 18. Tag wurde die Antibiose abgesetzt, da nun die immunsuppressive Kortisondosis deutlich unterschritten war. Weitere 14 Tage nach der letzten Reduktion nahmen wir die Erniedrigung auf 0,15 mg/kg KM (2 mal täglich) vor, die 2 Wochen später nur noch 1 mal täglich verabreicht wurde. Die letzte Reduktion auf die Gesamttagesdosis von 1 mg Prednisolon über 7 Tage erfolgte wiederum 2 Wochen später. Am 8. Tag wurde das Kortison abgesetzt. (Ich habe diese Daten meinem Tier-Tagebuch entnommen, um an diesen Zahlen das sorgfältig geplante und langsame Herausschleichen aus der Therapie zu verdeutlichen.)

Die richtige Diagnosestellung ist für den Behandlungserfolg zwingend notwendig, da empirisch durchgeführte Therapieansätze die Kortikosteroidgabe meist zu früh beenden und damit der Grundstein zur Rezidivierung gelegt wird - und nach Wiederausbrechen der Erkrankung wird die Behandlung umso schwieriger. Bei dieser Dauertherapie müssen Nebenwirkungen an Leber, Niere und Blutsystem ausgeschlossen werden, weshalb Blutwertkontrollen in höchstens zweiwöchigem Abstand empfehlenswert sind.

Alternativ zur Monotherapie mit Kortikosteroiden können verschiedene Mono- oder Kombinationstherapien durchgeführt werden. Im Internet wird die Möglichkeit der Behandlung mit Cyclophosphamid beschrieben, wobei hier mit stärkeren Nebenwirkungen zu rechnen ist. Als Kombination mit Kortison bietet sich vor allem Azathioprin an, da auf Grund des synergistischen Effekts eine deutliche Reduktion der Kortisondosis erreicht werden kann. Allerdings besteht auch bei dieser Therapieform die Gefahr beträchtlicher Nebenwirkungen, so daß regelmäßige Blutkontrollen in kurzen Abständen obligatorisch therapiebegleitend sind.

Die „steril-eitrige Meningitis“ neigt bei zu früher Reduktion der immunsuppressiven Medikamente oder bei vorzeitigem Absetzen häufig zum Rezidiv, wobei aus bisher ungeklärten Gründen die Symptomatik dann oft verstärkt auftritt und die Tiere auf die Medikamente schlechter ansprechen als bei einer Ersterkrankung. Daher muß bei der Therapieplanung immer berücksichtigt werden, ob nach unzureichender Vorbehandlung bereits Rezidive eingetreten sind. Ich kann nicht beurteilen, ob bei Hugo eventuell die Möglichkeit einer Vorerkrankung besteht. Prognostisch ist die Aussicht auf Heilung gut, jedoch verschlechtert jedes Rezidiv die Aussicht auf vollständige Genesung. Da diese Erkrankung häufig falsch oder ungenügend therapiert wird, ist neben der Diagnostik vor allem diesem Aspekt Bedeutung zu schenken.

Ich habe den Eindruck, daß Hugo sich bei Dr. G. in besten Händen befindet. Wenn er zur Weiterbehandlung wieder an den "heimischen" Tierarzt überwiesen wird, rate ich zur ständigen Wachsamkeit hinsichtlich der sorgfältig geplanten Medikamenten-Vergabe und Reduktion, und hinsichtlich der notwendigen begleitenden Blutuntersuchungen.

Der oben besagte Jagdhund, eine Deutsche Dachsbracke, wurde übrigens vollständig gesund, und später allseits beliebter "Chefhund" eines kleinen Eifel-Dorfes...

Viele Grüße
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 21:07

Liebe Anja,

zu diesem TA in Feuchtwangen werde ich auch nicht mehr gehen, zumindest nicht mit Hugo 489 .
Er hat noch zwei weitere Tierärztinnen in der Praxis, zu denen ich mit Viti und Heiner gehen kann, Hugo wird aber definitiv diese Praxis nicht mehr betreten müssen.

Bei Dr. Grappendorf in Bad Kissingen habe ich ein sehr gutes Gefühl und überlege tatsächlich, ihn als TA für Hugo zu behalten. Und die Fahrerei kriegen wir auch noch hin 600

Lieben Dank für deine guten Wünsche, alles Weitere zu Hugo im Beitrag "sterile Meningitis"
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 21:54

Lieber Peter,

zuerst einmal ganz herzlichen Dank für den mehr als ausführlich beschriebenen Krankheitsverlauf des Jagdhundes 607 607 607

Habe ich mir sofort ausgedruckt, um es genau studieren und meine Anmerkungen dazu machen zu können und werde es mit zu Dr. Grappendorf nehmen (ich denke, Hugo ist bei ihm tatsächlich in besten Händen).

Was mir -obwohl ich mich in der Materie überhaupt nicht auskenne und ja auch noch kein ausfühliches Gespräch mit Dr. Grappendorf bzgl. der Behandlung von Hugo geführt habe- sofort in deinem Beitrag auffiel, war die hohe Anfangsdosis Kortison von 10mg/Kg Körpergewicht 2x täglich, die dem Hund verabreicht wurden. Bei einem angenommen Gewicht des Hundes von 20 Kg käme das auf eine Dosis von jeweils 200mg Prednisolon morgens und 200mg abends? (oder habe ich wieder falsch gelesen 883 ?) Ich war zwar der Meinung, daß Hugo Prednisolon bekommt, aber vielleicht täusche ich mich auch und er bekommt ein anderes Kortison, das niedriger dosiert werden kann.

Ich weiß natürlich nicht, welche Dosis Hugo noch während der Narkose intravenös verabreicht wurde, ich weiß nur, daß er z. Z. 10mg morgens und 10mg abends bekommt, aber nicht pro Kg, sondern insgesamt. Hugo wiegt ca. 13 Kg was einer Dosis von ca. 0,77mg/Kg entspräche (hoffe, ich habe das jetzt alles richtig gerechnet oops ).

Leider bin ich auch mit dem zeitlichen Verlauf der Kortisongaben für den Jagdhund nicht ganz mitgekommen - ich habe insgesamt 11 (oder 13?) Wochen gezählt, währenddessen die Kortisongaben langsam auf null reduziert wurden?

Ich werde berichten, wie das Gespräch mit Dr. Grappendorf verlaufen ist, wenn ich Hugo morgen (hoffentlich) abholen kann.

Nochmals ganz herzlichen Dank für deine Mühe,
Nach oben Nach unten
mccaire
MITGLIED
MITGLIED
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Sa 4 Apr 2009 - 23:45

451 Liebe Elisabeth,
hier sind auch ganz viele Daumen gedrückt , das es deinem Hugo bald wieder besser geht! 611
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   So 5 Apr 2009 - 2:06

Hallo Elisabeth,

mein Erfahrungsbericht bezieht sich auf Geschehnisse im Jahr 1994, meine persönliche Erinnerung an damalige Dosierungen ist naturgemäß recht lückenhaft - aber dazu sind ja auch die schriftlichen Aufzeichnungen da. Ich habe mir solche Details immer sehr sorgfältig notiert, daher bin ich hinsichtlich der Dosierungen und der Intervalle der Reduzierungen sehr sicher. Bei vielen Seniorenhunden ist die tägliche Medikamenten-Verabreichung eine ziemlich komplexe Angelegenheit; unsere Nadia wurde mit täglich neun verschiedenen Medikamenten fast zwanzig Jahre alt...

Die hohen Dosierungen der anfänglichen Kortikosteroid-Vergaben geschehen in aller Regel immer mittels Injektionen. Es ist immer ein wenig schwierig, von Tierärzten die genauen Bestandteile und Dosierungen von Kombi-Injektionen zu erfahren... Ich bin jedoch überzeugt, daß die richtig hohen Dosierungen bei Hugo jetzt während seines stationären Aufenthalts angewendet werden.

Die Dosierung hängt meines Wissens auch sehr vom jeweiligen Einzelfall ab. Die "Sterile eitrige Meningitis" als Sammelbegriff fächert sich in verschiedene unterschiedliche Unterarten auf, für die es voneinander abweichende Therapie-Ansätze gibt. Entscheidend dürften die verschiedenen Laborwerte sein, deren Auswertung dann zur Erstellung eines Therapieplans führt. Ich bin nur ein doofer Laie, und muß in solchen Dingen dem Tierarzt absolut vertrauen können. Und Hugo ist, soweit ich dies aus der Ferne beurteilen kann, nun in absolut vertrauenswürdigen Händen.

In unserem Beispielfall lag die Gesamtdauer der Anwendung von Prednisolon tatsächlich bei einem Vierteljahr (fast dreizehn Wochen). Die Dauer wird wohl letztlich durch die begleitenden Blutuntersuchungen usw. bestimmt.

Im Falle von Tarzan (so nannten wir den Jagdhund fürderhin) gab es ein richtiges Happy-End mit großer Lebensqualität. Ich erhielt Berichte, in denen geschildert wurde, wie der Kerl den ganzen Tag im Dorf umhertaperte und die Einwohner abzockte - an die Jagd verschwendete er keinen Gedanken mehr. Er hatte noch viele schöne Jahre...

Auch für Hugo und für Euch wünsche ich ein Happy-End und eine unbeschwerte Zeit.

Viele Grüße
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   So 5 Apr 2009 - 6:36

Ich möchte mich gerne den Genesungswünschen anschließen und drücke alles was gedrückt werden kann für Hugo...du schaffst das sunny
Nach oben Nach unten
chayenne8
MITGLIED
MITGLIED
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   So 5 Apr 2009 - 23:47

Zitat :
Liebe Anja,

zu diesem TA in Feuchtwangen werde ich auch nicht mehr gehen, zumindest nicht mit Hugo 489 .
Er hat noch zwei weitere Tierärztinnen in der Praxis, zu denen ich mit Viti und Heiner gehen kann, Hugo wird aber definitiv diese Praxis nicht mehr betreten müssen.

Bei Dr. Grappendorf in Bad Kissingen habe ich ein sehr gutes Gefühl und überlege tatsächlich, ihn als TA für Hugo zu behalten. Und die Fahrerei kriegen wir auch noch hin 600
Zitat :
Lieben Dank für deine guten Wünsche, alles Weitere zu Hugo im Beitrag "sterile Meningitis"

007 005 001 007 005 001 das iss ja suuuuper.......!!
Heut iss nu endlich Montag und ich wünsche Dir und Hugo.......das Ihr mit einem guten Ergebnis des TA...................heimfahrt !!
Hugo war ja jetzt ein paar Tage dort..........

Ich denk an Euch und drücke die 888 478 888
Nach oben Nach unten
Silke
Admina
Admina
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Di 7 Apr 2009 - 5:51

oh man... wie gehts Hugo ???? Und wie gehts Dir ??? 179
Ich hoffe, das alles schon viel besser ist und Hugo Fortschritte macht !!!
Ich denk an Euch und drück fest die Daumen 478


in meinem Herzen........
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Di 7 Apr 2009 - 7:21

Hallo Romy, wieder da? Was macht der Finger?

.......... so langsam werd' ich zum Hirsch 476
ich fange diesen post jetzt zum VIERTEN MAL an !!!

Gestern Abend habe ich bemerkt, daß mein post hier vom Montagmorgen gar nicht gespeichert war, dafür ein post zu einem anderen Thema doppelt!
Also gut, gestern Abend noch mal geschrieben, zum Schluß wollte ich auf Seite 1 noch mal was nachschauen - zurück auf Seite 2 - alles weg - Frust - PC ausgemacht.
Heute wieder alles neu geschrieben - zwischendurch mit den Hunden in den Garten - bei Rückkehr auf "aktualisieren" geklickt - wieder alles weg. - WIE DOOF KANN MAN EIGENTLICH SEIN ?????????

x x x x x x x x

Also hier noch einmal von vorne:

010 010 HURRA, HURRA, der Hugo der ist wieder da 010 010

Nachdem ich ja Hugo am Freitag in der Klinik lassen musste, rief ich freitags noch mal an und es hieß, er sei aus der Narkose erwacht, bewege sich aber wenig. Dann rief ich am Samstagmorgen wieder an, Hugo war schon einmal aufgestanden, zwar ganz zittrig, aber er stand auf seinen Hinterbeinchen. Als ich am späten Nachmittag wieder anrief, war er schon einmal draußen gewesen, um sein Geschäft zu erledigen. Der Anruf am Sonntagmorgen ergab, daß die Initialdosis Kortison wohl gut angeschlagen hatte und er am Samstagabend und am Sonntagmorgen in den Garten gewackelt ist und sogar eine Treppenstufe bewältigt hat. Der Anruf am Sonntagnachmittag ergab, daß die Kortisontherapie anschlägt und ich ihn noch am Sonntag nach Hause holen konnte.

Also ich schnell Melanie (meine Hundesitterin) organisiert, ins Auto gesprungen und nach Bad Kissingen gedüst. Dort angekommen, gab es eine zweifache Erleichterung: zu einen eine emotionale Erleichterung, daß ich meinen Hugo -wieder einigermaßen auf den Beinen- in die Arme schließen konnte und zum anderen eine monetäre Erleichterung, nämlich um genau 735 Euro.

Ich habe einen völlig anderen Hund vorgefunden als den, den ich am Freitag nach Bad Kissingen brachte. Während man ihn am Freitag nicht einmal mehr anfassen konnte, weil er sofort schrie, kam er mir nun freudestrahlend entgegengewackelt (kippte auch mal um) und ließ sich anfassen. Ich konnte ihn zwar noch nicht hochheben, das war ihm unangenehm, aber er ging in seine Box und mit dieser konnte ich ihn ins Auto heben.

Zu Hause half Melanie mir beim Ausladen und die letzen 2 Nächte habe ich im Wohnzimmer geschlafen, damit ich ihn nicht die Treppe hochtragen muß (die 3 schlafen normalerweise alle in einem kleinen Nebenraum/Ankleide neben meinem Schlafzimmer im 1. Stock).
Ich hoffe, daß er in 1-2 Tagen ohne Schmerzen sein wird, damit ich ihn die Treppe hochtragen und ich mal wieder in meinem Bett schlafen kann - mein Rücken schreit schon HILFE.

In den Garten geht er jetzt allein, ich habe ihm eine Rampe die 4 Stufen runter gebaut und Heiner und Viti finden die Rampe auch gut. Obwohl er immer noch sehr wackelig und schwankend geht und noch manchmal hinten umfällt, meine ich, jeden Tag eine klitzekleine Besserung zu sehen - der TA sagte mir auch, daß Nervenschäden langwierig sein können. Also werde ich geduldig sein und abwarten - ich bin ja schon so froh, daß er wieder ohne Schmerzen laufen kann - egal wie.

Er bekommt z. Z. morgens und abends jeweils 10 mg Kortison (Prednisolon), langsam ausschleichend über die nächsten 4 Wochen. Sollte ich bemerken, daß sich sein Zustand nicht bessert, bzw. verschlechtert, muß die Dosis erhöht werden.

Also ich freue mich riesig, daß das nochmal gutgegangen ist und möchte mich ganz herzlich bei euch allen für eure Anteilnahme, eure guten Ratschläge und eure guten Wünsche bedanken 447 447 447 447447
Nach oben Nach unten
Silke
Admina
Admina
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Di 7 Apr 2009 - 7:43

liebe Elisabeth, ich freu mich grad ganz dolle, das es Hugo besser geht !!!!!!
Und ich drück ganz feste die Daumen, das es täglich besser wird und der kleine Mann bald wieder ganz in Ordnung ist !!!
Da habt Ihr ja alle was durchgemacht... aber GsD die richtige Klinik gefunden !!
Ich glaub, dem Geld trauerst Du nicht lange nach - obwohl es sicher weh tat. Aber ein lächeln von Hugo und alles ist vergessen, stimmts ? 179

Alles, alles Gute weiterhin 478

Und Danke, das Du den Beitrag nochmal und nochmal und nochmal getippselt hast 441

Daumendrückende Grüsse von Romy,
die viele liebe knuddler an Hugo, Heiner und Viti mitschickt !!!


in meinem Herzen........
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Di 7 Apr 2009 - 7:54

Zitat :
Ich glaub, dem Geld trauerst Du nicht lange nach - obwohl es sicher weh tat. Aber ein lächeln von Hugo und alles ist vergessen, stimmts ? 179


884 G A N Z/G E N A U !!!!!! 884
Nach oben Nach unten
Feldmaus
MITGLIED
MITGLIED
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Di 7 Apr 2009 - 8:31

Schön, dass Hugo wieder Zuhause ist ! 007
Drücke ihm feste die Daumen, dass es weiter bergauf geht.

Alles Gute kleiner Hugo, Du bist doch bestimmt ein Kämpfer!!!!

LG
Heike und die Rasselbande
Nach oben Nach unten
chayenne8
MITGLIED
MITGLIED
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Di 7 Apr 2009 - 10:04

Super...... 169 ......Super !!!!!

Ich freu mich sooooo sehr über deine Zeilen.........
348 .....kleiner Hugo............nun wird alles wieder gut !!!

Zitat :
In den Garten geht er jetzt allein, ich habe ihm eine Rampe die 4 Stufen runter gebaut und Heiner und Viti finden die Rampe auch gut.
Liebe Elisabeth........ 186 173 .....das find ich ja gerad sooooo niedlich.......ich kann's mir,
so richtig..................Bildlich vorstellen....... 154


Also weiterhin...... 176.......
Nun kannst Du wieder aufatmen.....und genießen...... 001
Nach oben Nach unten
Silke
Admina
Admina
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Fr 24 Apr 2009 - 6:18

Hallo Elisabeth ;-)))

Wie gehts Deinem kleinen Schatz denn mittlerweile ??? Alles wieder in Ordnung ???


in meinem Herzen........
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Fr 24 Apr 2009 - 7:43

Hallo Romy,

bei Hugo gibt es leider nur wenig zu berichten.
Seit der fast wundersamen Besserung von Freitag bis Sonntag in der Klinik (von völlig gelähmten Hinterläufen am Freitag bis hin zum wackelingen Gang mit häufigem Umfallen am Sonntag), geht es nur ganz, ganz langsam voran.
Wir haben die Kortisongaben mittlerweile ganz langsam von 20mg/Tag auf 7,5 mg/Tag gesenkt und werden lt. Plan in 14 Tagen bei 0 angekommen sein.
Die Muskeln seiner Hinterläufe sind mittlerweile stark zurückgegangen und ich massiere ihm täglich den Rücken und die Hinterläufe und mache Bewegungsübungen mit ihm - er läßt alles über sich ergehen, das alles hätte er früher niemals geduldet.

Hugo hat keine Schmerzen mehr und geht ganz normal mit uns spazieren, allerdings ist seine Motorik der Hinterläufe nach wie vor gestört. Das äussert sich dahingehend, daß er, wenn er sich z.B. umdrehen will, über seine Beine stolpert und umfällt, daß er, wenn er schneller läuft, zwar mit den Vorderläufen gerade läuft, aber das Hinterteil manchmal so verdreht ist, daß es so aussieht, als wolle das Hinterteil das Vorderteil überholen !
Läuft er langsam auf Stein oder Beton, höre ich seine Krallen über den Boden schleifen und -seitdem ich ihn wieder ohne Leine laufen lasse- hat er manchmal kleinere Blessuren, da er seine Bewegungen noch nicht richtig koordinieren kann und so manchmal irgendwo anstößt.

Der TA in Bad Kissingen erklärte mir, daß zerstörte Nervenbahnen -wenn überhaupt- sich nur sehr langsam regenerieren, und zwar um ca. 1 cm pro Jahr ! Da Hugo's Meningitis erst spät erkannt wurde, weiß man natürlich nicht, wie genau die Nervenbahnen in Mitleidenschaft gezogen wurden und es ist wahrscheinlich, daß er behindert bleiben wird.

Das ist mir aber egal, ich mache, was ich kann, um ihm zu helfen und wenn er behindert bleibt, dann ist es eben so. Hauptsache, er hat keine Schmerzen mehr und muß sich nicht quälen und genießt das Leben trotztdem - und das tut er, davon bin ich fest überzeugt.
Nach oben Nach unten
Silke
Admina
Admina
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Fr 24 Apr 2009 - 8:07

Hallo liebe Elisabeth 179

Zitat :
Das ist mir aber egal, ich mache, was ich kann, um ihm zu helfen und wenn er behindert bleibt, dann ist es eben so.
dafür erstmal ein ganz liebes Bussi von mir an DICH / Euch 180

eigentlich hatte ich gehofft, das Hugo wieder relativ fit ist.... aber die Realität ist leider nicht immer so, wie man sich das wünscht... Ich bin froh, das der kleine Kerl bei Euch in so guten Händen ist !!!
Und wir geben die Hoffnung natürlich auch weiterhin nicht auf, das alles weitestgehend wieder hergestellt werden kann !! Ich denk an Euch und ich drück für Hugo ganz feste die Daumen !!!

ganz liebe grüsse von Romy


in meinem Herzen........
Nach oben Nach unten
Gast
Gast
avatar


BeitragThema: Re: sterile Meningitis   Fr 24 Apr 2009 - 23:52

ekbrand schrieb:



Das ist mir aber egal, ich mache, was ich kann, um ihm zu helfen und wenn er behindert bleibt, dann ist es eben so. Hauptsache, er hat keine Schmerzen mehr und muß sich nicht quälen und genießt das Leben trotztdem - und das tut er, davon bin ich fest überzeugt.

Das ist die richtige Einstellung liebe Elisabeth...ich würde es auch so tun/sehn

600 001
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: sterile Meningitis   

Nach oben Nach unten
 
sterile Meningitis
Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Secondhand-Hunde :: Rund um den Secondhand Hund :: Rund um den Secondhand-Hund :: Erkrankungen-
Gehe zu:  
Forumieren.de | Tiere | Hunde | © phpBB | Kostenloses Hilfe-Forum | Kontakt | Einen Missbrauch melden | Blogieren.com